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Zweitbatterie im Wohnmobil

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Zweitbatterie im Wohnmobil

Warum eine Zweitbatterie?

Sobald im Wohnmobil elektrische Verbraucherbetrieben werden ist eine Zweitbatterie (auch Versorgerbatterie oder Aufbaubatterie genannt) empfehlenswert, in den meisten Fällen sogar notwendig. Derartige Verbraucher sind z.B. eine Kühltruhe, Beleuchtung des Wohnraums, eine Musikanlage oder gar ein Inverter für die 220V-Energieversorgung. Die Zweitbatterie versorgt die elektrischen Geräte (“Verbaucher”) dann mit Energie, wenn der Motor des Vans nicht läuft. Würden alle Verbraucher ihren Strom aus der Starterbatterie beziehen, so wäre diese bereits nach kurzer Zeit leer und der Motor könnte nicht mehr gestartet werden. Also: sollen bei ausgeschaltetem Motor elektrische Verbraucher betrieben werden, so ist eine Zweitbatterie sinnvoll.

Starterbatterie vs. Verbraucherbatterie

Die Starterbatterie eines Autos oder Wohnmobils ist genau dafür bestimmt, was der Name verrät: das Starten des Motors. Auf genau diese Aufgabe sind die Starterbatterien ausgelegt: sie liefern einen sehr hohen Strom für kurze Zeit. Außerdem werden sie sehr selten bei stehendem Motor verwendet und sind daher fast immer voll geladen.
Anders sehen die Anforderungen an eine Verbraucherbatterie aus: diese muss in der Regel keine sehr hohen Ströme liefern, dafür aber kleinere Ströme über einen längeren Zeitraum. Außerdem muss eine Verbraucherbatterie auch tiefere Entladungen als die Starterbatterie vertragen da es passieren kann, dass die Batterie für mehrere Tage nicht wieder voll geladen wird

Unterschiedliche Batterietypen für´s Wohnmobil

Die Batterietypen, welche als Verbraucherbatterien infrage kommen, lassen sich in drei Typen unterscheiden:

  1. Blei-Gel Batterien

    Die Gel-Batterie (VLRA-Batterie oder einfach nur Gel-Batterien) basiert auf der Blei-Säure-Technologie. Das Elektrolyt der Gel-Batterie ist dabei mit Kieselsäure eingedickt und das Batteriegehäuse wartungsfrei verschlossen.
    Gel-Batterien haben einen vergleichsweise hohen Innenwiderstand– das bedeutet, dass der Ladestrom geringer und damit die Dauer, bis die Batterie voll geladen ist, höher ausfällt als bei anderen Batterietypen. Für Wohnmobile, die entweder viel fahren oder oft am Landstrom stehen ist das in Ordnung. Wenn der Ladestrom aber nur einen begrenzten Zeitraum über zur Verfügung steht (z.B. über die Solaranlage, bei der der Ladestrom nur eine verhältnismäßig kurze Zeit sehr stark ist wenn die Sonne im Zenit steht) kann die Gel-Batterie die Energie möglicherweise nicht vollständig aufnehmen bzw. nicht voll geladen werden.

  2. AGM-Batterien

    AGM-Batterien (Absorber-Glass-Matten-Batterien) sind ebenfalls Blei-Säure-Batterien. Die Besonderheit besteht darin, dass die Batteriesäure in einem Vlies gebunden ist und daher nicht, wie bei einer Starterbatterie, frei umherschwappt. Auch AGM-Batterien sind wartungsfrei. Das bedeutet, dass auch heir das Gehäuse nicht geöffnet werden kann. Im Gegensatz zur Gel-Batterien haben AGB einen geringeren Innenwiderstand und können in kürzerer zeit höhere Energiemengen aufnehmen/höhere Ladeströme vertragen. Gleiches gilt für die Energieentnahme: wird z.B. ein Inverter an die Batterie angeschlossen und darüber ein starker Verbraucher betrieben (z.B. eine Induktions-Kochplatte) so kann eine AGM-Batterie diese Leistung eher bereitstellen als eine Gel-Batterie.
    Ein weiterer Vorteil von AGM-Batterien ist die Lageunabhängigkeit. Das bedeutet, dass AGM-Batterien auch auf der Seite liegend oder theoretisch sogar über Kopf verbaut werden können.

  3. LiFePO4-Batterien (Lithium-Batterien oder kurz “LiPos”)

Ladung der Zweitbatterie

Die Zweitbatterie kann aus verschiedenen Quellen geladen werden, oft werden mehrere oder alle dieser Ladeoptionen miteinander kombiniert.

  1. Ladung während der Fahrt

    Das Laden der Aufbaubatterie über die Lichtmaschine wird in so gut wie jedem Wohnmobil genutzt. Bei längeren Fahrten wird die Zweitbatterie dabei sehr zuverlässig geladen. Die Installationen unterscheiden sich danach, ob ein einfaches Trennrelais oder ein hochwertiger Laderegler (auch B2B-Ladegerät oder Ladebooster genannt) verwendet wird.

  2. Ladung über eine Solaranlage

    Das Laden über eine  Solaranlage ist vor allem für diejenigen interessant, die auch gerne mal 5 Tage oder mehr an einem Stellplatz stehen und nicht auf elektrische Energie verzichten möchten. Der Installationsaufwand ist höher als bei den anderen Optionen, dafür ist die Solaranlage auch der Energielieferant mit dem höchsten Unabhängigkeitsfaktor. Am Strand in Portugal wird eher kein Landstrom zur Verfügung stehen- und den Motor für Stunden laufen zu lassen, um die Batterie wieder zu füllen ist auch keine echte Option.

  3. Ladung über einen Landstrom-Anschluss

    Ein Landstrom-Anschluss ist bei vielen Wohnmobilen serienmäßig an Bord. Die blauen Stecker sind das gängige Instrument, um auf offiziellen Campingplätzen mit Stromanschluss das Wohnmobil anzuschließen und die Batterie zu laden. Wir haben bei unserem Ausbau bewusst auf Landstrom verzichtet, da wir unseren Energiebedarf mit Lichtmaschine und Solaranlage ausreichend decken können und die Gelegenheiten, Landstrom zu nutzen, vermutlich nur selten gegeben sind.

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