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Länderinfo Frankreich

Lara Buhle Länderinformationen Leave a Comment


Wer nach Frankreicht reist, der wird mit kulinarischen Köstlichkeiten belohnt. Von Moule (Miesmuscheln), Frommage (Käse), Baguette, Croissant, bis hin zu leckeren Cidre, Weißwein und Champanger ist alles dabei. In Frankreich kann man das Essen endlich mal richtig genießen und nicht alles einfach in sich hineinschlingen. Auch landschaftlich ziemlich eindrucksvoll.


Unser Eindruck

Wir lieben essen, daher ist Frankreich für uns ein Paradies. Außerdem kann man hier an der Atlantikküste (wo wir gerade unterwegs sind) super gut Kitesurfen, am Strand spazieren und die Steilküsten begutachten. Fazit: wir sind begeistert. Ein Mangel an Toiletten hat das Land aber wirklich. Es gibt ein paar schäbige öffentliche, doch das ist kein Vergleich zu Skandinavien. 


Verkehrsinfos

Frankreich ist doppelt so groß wie Deutschland (Fläche) und hat weniger Einwohner. Das merkt man. So einen richtigen Stau hatten wir noch gar nicht. Die Verkehrslage ist somit entspannt- sowohl die Schnellstraßen, also auch auf den Landwegen. Dennoch muss man sagen, dass in den Städten und Dörfen an Straßenbreite 

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eindeutig mangelt. Manchmal muss man sich ganz schön durch die Straßen schlängeln, um nirgens anzustoßen. Außerdem gibt es total viele Kreisverkehrer. Einerseits ist das wundervoll, um nicht an Ampeln anhalten und warten zu müssen, andererseits kommen die Kreisverkehrer teilweise alle 100 m bis 200 m vor. Das kann anstrangend sein. Aber schön dekoriert ist definitiv jeder Kreisverkehr.


Tempolimits

Stadt: 50 km/h
Landstraße: 80 km/h 
Autobahn: 130 km/h 

Blitzer

Kostet einiges, also besser nicht blitzen lassen. Die Blitzer werden meistens durch Schilder vorher angezeigt.

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Alkohol am Steuer

Wie in Deutschland gilt ein Limit von 0,5 Promille, ohne dass man eine Strafe zahlen muss oder den Führerschein los wird. Allerdings nicht nur beim Autofahren, sondern auch bei Fahrradfahrern.

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Das Bußgeld ab 0,5 Promille beträgt 135 Euro oder mehr. Außerdem gelten für Fahranfänger und Berufskraftfahrer andere Regeln. Fahranfänger (erste 2 Jahre) dürfen in Frankreich nur 0,2 Promille pusten. Als Berufskraftfahrer sollte man sich nochmal informieren.


Handy am Steuer

Mit dem Smartphone am Steuer erwischt zu werden kann in Frankreich gleich mal 135 Euro oder mehr kosten. Auch hier spielt dabei die Ablenkung im Straßenverkehr die entscheidende Rolle. Da wie schon vorher erwähnt die Straßen sehr eng sein können, ist dies sowieso nicht zu empfehlen.

Licht

Tagsüber muss das Abblendlicht nicht eingeschaltet werden. Natürlich ist dies trotzdem zu empfehlen, da es die Chance erhöht von anderen Autos gesehen zu werden.

Maut

Das Mautnetz in Frankreich ist weit ausgebaut. So sind die meisten Autobahnen und Schnellstraßen mautpflichtig. Des Weiteren gibt es für die Städte Paris, Grenoble, Lille, Lyon, Rennes, Straßburg und Toulouse. Außerdem muss auf einigen Brücken und durch Tunnel Maut bezahlt werden. Da wir gerade in Nordfrankreich unterwegs sind und überwiegend an der Küste entlang pendeln, haben wir von den vielen Mautstraßen bis jetzt wenig mitbekommen. Das kann sich allerdings in den nächsten Wichen noch ändern. Auf dieser Seite findet ihr auch nochmal eine Karte mit den eingezeichneten Mautrouten in Frankreich und den Infos dazu.


Stellplätze

Es gibt wirklich wunderbare Stellplätze in Frankreich. Blick von der Klippe aufs Meer, direkt am Strand oder in anderen einsamen Ecken. Manchmal hat man viele Nachbarn (denn auch die Franzosen reisen viel und gerne  

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mit em WoMo), manchmal ist man alleine. Wir hatten bis jetzt auch noch keine Probleme mit Behörden, trotzdem haben wir im folgenden nochmal die Regeln, die in Frankreich gelten, formuliert.


'Nicht stören und nicht zerstören':-

  • Rücksicht auf die Natur nehmen
  • Keinen Müll hinterlassen
  • Betreten von Privatgrundstücken ist verboten
  • Es darf auch ohne Angelschein vom Ufer aus im Meer geangelt werden. Man sollte nur beachten, keine Weibchen mit Eiern mitzunehmen, ausschlißlich Eigenbedarf zu angeln und den Lebensraum so zu erhalten, wie man ihn vorgefunden hat. Außerdem ist das "Pêche à Pied" bei den Franzosen sehr beliebt. Dabei sammelt man bei Ebbe einfach die genießbaren Muscheln vom Strand (Austern, Miesmuscheln, Herzmuschln- im Touristenbüro kann man sich meistens auch Infos über die genießbaren Arten holen). 

Wo darf man legal übernachten?

Es ist ziemlich einfach einen Stellplatz in Frankreich zu finden, denn so wie in Deutschland darf man auch in Frankreich für eine Nacht auf Parkplätzen übernachten, wenn man sich nicht fahrtauglich fühlt. Es kann sein, dass der jeweils örtliche Sheriff Campervans nicht gerne sieht und wegschickt oder Probleme macht. Man sollte also auf jeden Fall darauf achten, auf normalen Parkplätzen seine Campingstühle etc.  nicht offensichtlich aufzustellen. Glücklicherweise gibt es in Frankreich ziemlich viele Wohnmobilstellplätze, die man umsonst nutzen kann. Park4night als App bietet sich auch hier wieder hervorragend an, um sich die Plätze anzuschauen und auszusuchen. Alternativ kann man nach Schildern mit Wohnmobilen (schwarz/weiß) schauen- meistens gibt es von Gemeinden frei zur Verfügung stehende Stellplätze.

Stellplatzapps

  • park4night - wirklich gut, um Stellplätze zu finden und neue einzutragen.
  • Google Maps - in der Satellitenfunktion kann man sich schöne Plätze suchen. Dies erfordert etwas mehr Arbeit, man wird jedoch mit einsamen Plätzen belohnt.
  • Hier kann man sich die Camping MUNICIPAL in den verschiedenen Regionen anschauen. Diese sind meistens kostenlos oder sehr günstig.

Beste Reisezeit

Nordfrankreich bereisten wir im Juni und wir waren begeistert, wie alleine wir unterwegs waren. Die Reisenden, die wir trafen, waren Franzosen im Rentenalter mit ihren Wohnmobilen. Vor den Sommerferien ist also genügend Platz und Einsamkeit vorhanden. Wir konnten schon in kurzen Sachen herumlaufen und geregnet hat es selten. Meiner Meinung nach perfekt, um mit dem Van zu reisen. Im Inland 

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wurden zu der Zeit, in der wir da waren schon HItzerekorde gemessen, doch in der Nähe des Ozeans bekommt man immer eine kühle Brise ab. 


Zollbestimmungen

Es gibt keine großen Besonderheiten, außer, dass man alle Getränke und Lebensmittel nur zum Eigenverbrauch mitnehmen sollte. Spirituosen bis zu 10 Liter, Wein bis zu 90 Liter etc. Wer nicht gerade mit vielen Freunden auf ein Festival fährt oder Trinkurlaub geplant hat, sollte zurechtkommen.


Währung /Bargeld oder Karte

Es wird mit Euro bezahlt. In en Bäckereien (die übrigens auf Grund ihrer außerordentlich guten Croissants und Baguettes sehr zu empfehlen sind) war meistens Bargeld gefragt, in den meisten Restaurants konnten wir mit Karte zahlen. 

Internet

Es gibt in vielen größeren Einkaufszentren WLAN und natürlich auch in den meisten Cafés und Restaurants in den Städten. Außerdem gibt es sehr günstige Prepaid Tarife von E.Leclerc. Für 15 Euro (plus 5 Euro Simkarte) bekommt man 60 gb für einen Monat. Das einzige Problem ist, dass es immer ab Monatsanfag gilt. Das heißt, wenn man sich die Karte Mitte des Monats kauft, muss man am Anfang des nächsten Monats wieder Geld aufladen, um den tarif zu behalten. 

Wasser

Es gibt viele Stationen, um seinen Trinkwasserkanister aufzufüllen. Diese sind an der Straße meist auch ausgeschildert. Man muss das Wasser allerdings bezahlen. 10-12 Minuten Wasserfluss für ein paar Euro.

Reiseapps

  • park4night
  • googlemaps
  • tripadviser
  • magicseaweed
  • windfinder

Anreise

Fähren oder Brücken sind nicht nötig, denn es gibt gute Landwege die (von Hamburg kommend) über die Niederlande und Belgien nach Frankreich führen.

Übrigens gibt es sehr viele Kreisel. Und alle Kreisel sind total liebevoll dekoriert. Das hat uns sehr gefallen. Endlich keine Ampeln mehr.

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Top Ziele

  • Normandie
  • Bretagne
  • Atlantikküste

Schönste Regionen

Wenn man immer dem Wasser folgt, kann man eigentlich nichts falsch machen, denn das Land bietet viele wunderschöne Strände, Steilküsten und Küstenwanderwege.

Uns hat es in der Normandie besonders gut gefallen und auch die Bretagne hat sich sehr gelohnt. An einigen Plätzen in der Bretagne war es nicht so einfach einen Parkplatz zu finden (anscheinend werden freistehende Womos von manchen Dorfsherrifs nicht geduldet), doch wir hatten selber nie Probleme und fanden jeden einezelnen Platz wundervoll. 

Die Atlantikküste hat zum Wellenreiten gelockt. Dort findet man an vielen Ecken gute Spots mit Duschmglichkeiten und Toiletten. Oftmals waren die Toiletten auch gar nicht so schlecht wie man immer überall liest. In der Region um Mimizan gibt es über 10 km lange und sehr breite Sandtrände, die einfach herrlich sind. Das Surfen kommt nicht zu kurz, aber auch zum Sonne genießen, Cocktails trinken oder manchmal auch Kiten ist die Region klasse. 

Dunes de Pilar: Wir haben uns gefühlt, als wären wir außerhalb Europas unterwegs. Riesiege weiße Sanddünen- links fast schon Urwald, rechts das Meer. Einfach nur schön. Natürlich werden die Dünen von sehr vielen Touristen besucht, doch glücklicherweise verläuft sich's sehr gut, wenn man etwas weiter nach hinten geht.

 


(Stand Juni 2019, Angaben ohne Gewähr)

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