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Meldeadresse ohne festen Wohnsitz

Lara Buhle Uncategorized Leave a Comment

Dies ist ein spannendes und sehr komplexes Thema, welches ich im Folgenden kurz beschreiben und erklären möchte.

1. Grundlegende Infos

Auf www.wirelesslife.com wird die Meldeadresse wie folgt definiert: "Die beim Bürgerbüro gemeldete Anschrift der Wohnung bzw. des Wohnraums, der dir derzeit zur Verfügung steht und von dir genutzt werden kann (Verfügungsgewalt) und dies in absehbarer Zeit auch wird. Ob du tatsächlich ständig dort wohnst, spielt in keinem mir bekannten Gesetz eine Rolle."

In Deutschland

ist es Pflicht sich an- und abzumelden, dies nicht zu tun ist eine Ordnungswiedrigkeit. Ich habe zum Beispiel einmal vergessen mich innerhalb von zwei Wochen umzumelden und musste gleich 10 Euro für die Verspätung bezahlen (klar, das ist nicht viel, dennoch muss es nicht sein).

Im EU-Ausland

kommt es natürlich immer ein bisschen aufs Land an. In den Meisten ist es jedoch so, dass du dich erst nach drei monatigem Aufenthalt polizeilich melden musst. Die Anmeldung sollte auch kostenlos sein.

In den restlichen Ländern

Das lässt sich schwer kurz zusammenfassen und ist für dieses Thema auch erstmal irrelevant. Gesagt werden kann, dass es von Land zu Land sehr große Unterschiede geben kann und man sich gut informieren sollte, wenn ein Umzug/längerer Aufenthalt in Frage kommen sollte.

2. Warum ist eine Meldeadresse wichtig?

Eine Meldung ist Pflicht, sobald du eine eigene Wohnung, ein Zimmer oder eine feststehende Bleibe hast. Auch wenn du deine Wohnung oder dein Zimmer nur untervermietet hast, wenn jemand anderes in deiner Abwesenheit dort wohnt oder die Wohnung leer steht, hast du die Pflicht in Deutschland gemeldet zu sein. Sobald du noch deine eigenen Einrichtungsgegenstände dort drin hast und/oder beabsichtigst wiederzukommen, musst du gemeldet sein.

Wenn du also nicht in Deutschland gemeldet sein möchtest, dürfen die oben genannten Situationen nicht auf dich zutreffen. Wenn du nicht mehr in Deutschland gemeldet bist entfällt die Schulpflicht, die Kirchensteuer- und Einkommenssteuer und du kannst in diesem Land nicht mehr sozial- und krankenversichert sein. Du kannst zudem keine Gewerbe oder Auto anmelden, nicht mehr an den Wahlen teilnehmen und keine Vertäge unterschreiben, die eine Meldeadresse erfordern.

Es ist schwierig zu sagen, was für die einzelne Person wichtig ist. Unserer Meinung nach ist aber einfacher und gemütlicher, in Deutschland gemeldet zu sein. Wenn du also die Möglichkeit hast, dich bei deiner Familie oder bei Freunden anzumelden, können wir das nur empfehlen. Ja, ihr müsst Einrichtungsgegenstände dort haben, bzw. nachvollziehbar argumentieren können, dass ihr dorthin zurueck kommt, aber meistens ist das kein Problem, oder?

3. Du möchtest dich trotzdem abmelden?

Klar, geht natürlich auch. Nachdem man den ganzen bürokratischen Kram geregelt hat und vielleicht nicht allzu viele Verpflichtungen in Deutschland hat, wie ein Gewerbe oder lokale Bankkonten, sollte das auch kein Problem sein.

Ein Gewerbe kann man auch ohne Meldeadresse in Deutschland weiter betreiben, dafür ist es jedoch nötig, eine deutsche Betriebsstätte zu besitzen. Freiberufler, die sich nur beim Finanzamt melden müssen, brauchen keine Betriebsstätte.

Für viele lokale Bankkonten brauchst du eine Meldebescheinigung, doch es gibt  auch Banken, wo eine Abmeldung des Wohnsitzes keine Rolle spielt. Zum Beispiel bei der DKB (mehr Infos unter https://www.dkb.de/info/umzug/).

Du solltest vor einer Abmeldung aus Deutschland auf jeden Fall eine Reise/Krankenversicherung abschließt, deinen Reisepass verlängerst und Kreditkarten und einen internationalen Führerschein beantragst. Des Weiteren solltest du die Infos deines Umzugs der Kindergeldstätte und Rentenkasse mitteilen und wenn du hast, eine empfangsberechtigte Person für dein Fahrzeug suchen und dein Gewerbe mit einer Betriebsstaette ausstatten. Wenn die Abmeldung getätigt ist, vergiss nicht deine ganzen Verträge und den Rundfunkbeitrag zu kündigen.

Welche Alternative zur deutschen Meldeadresse habe ich?
  1. Du kannst dich im Ausland melden. Wenn du eine Wohnung im Ausland hast und vorhast dort zu leben, ist es nicht schlecht, sich in diesem Land auch zu melden. Danach kannst du dort nämlich Bankkonten eröffnen und ein Gewerbe anmelden.
  2. Du kannst dir eine sogenannte Domiziladresse in Deutschland ausleihen. Das bedeutet, dass du eine virtuelle Anschrift bekommst, die allen Anforderungen des Gesetzes entspricht. Allerdings gibt es hier einige Haken. Man muss sich gut informieren, um die Guten von den Schlechten zu unterscheiden. Denn laut Gesetz scheint es nicht legal zu sein. Die Wohnungen bzw. Adressen, die von diesen Portalen angeboten werden sind meistens kleine Zimmer, die an Wanderarbeiter vermietet werden. Doch es ist klar, dass kein Einzug beabsichtigt ist.
  3. Domiziladressen kann man auch im Ausland mieten. Allerdings ist auch hier große Vorsicht geraten, denn man weiss nie, an wen man geräht und wie offiziell es ist.

Auf www.wirelesslife.com habe ich super viele der im Artikel beschriebenen Infos bekommen. Wenn ihr also eine ausführlichere Auskunft über die einzelnen Themengebiete haben möchtet, schaut euch den Artikel an: https://wirelesslife.de/keine-meldeadresse/

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