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Fenster einbauen im Van

Lara Buhle Wohnmobil-Ausbau Leave a Comment

 

Wie schön, wenn man die Möglichkeit hat, selber zu entscheiden, wie viele Fenster man in seinem Auto haben möchte. Wenn du vorhast, deinen Van mit einem Fenster auszustatten, bist du hier genau richtig. Wir zeigen dir, wie du das Fenster ganz einfach selber einbauen kannst.

Welche Wohnmobil-Fenster gibt es?

Es gibt Dachfenster, Schiebefenster oder Ausstellfenster in den verschiedensten Größen. Alle drei Fensterarten sind sinnvoll, du musst also für dich entscheiden, welche Fenster am sinnvollsten sind. Auch die Richtige Fenstergröße ist abhängig vom Geschmack und vom Van Modell.

Wir haben ein Fenster von Dometic und sind von unserer Größe und der Handhabung vollkommen überzeugt:

Die Fenster sind teuer, doch für diese Qualität lohnt es sich. Preise starten bei kleinen Fenstern mit 300 Euro, für die größeren Exemplare muss man schonmal 400 Euro oder mehr bezahlen.

Mit den Ausstellfenstern können wir auch bei lüften und zur Nacht können die Fenster so verriegelt werden, dass sie nur einen Schlitz weit offen sind. Perfekt zum lüften und sich sicher fühlen. Wir haben uns außerdem für diese Fenster entschieden, weil sie nicht aus Glas sind und daher keine Kältebrücke im Van darstellen.

Es gibt natürlich auch die Möglichkeit Originalfenster vom jeweiligen Hersteller einbauen zu lassen oder selber einzubauen.

Einbau eines Fensters

1. Utensilien
  • Akkuschrauber /Bohrmaschine
  • Stichsäge
  • Maler Kreppband
  • Stift
  • Lineal
  • Holzlatte für den Rahmen
  • Dekaseal zum Dichten
  • Maßband/Zollstock
  • Fenster
  • Kartuschenpistole
2. Umrisse Anzeichnen

Die Maße des Fensters müssen genau auf die Stelle aufgezeichnet werden, wo du sie später haben möchtest. Am besten misst du auch noch mehrere Male nach, damit der Ausschnitt auch wirklich stimmt. Es wäre traurig, wenn plötzlich zu viel Metall weggeschnitten wäre.

 

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3. Löcher bohren

Kreppband sollte auf die aufgemalten Kanten geklebt werden, um den Lack des Vans vor der Stichsäge zu schützen.

Bevor gesägt werden kann solltest du in jede der Ecken ein Loch bohren. Dies kannst du mit einem großen Woher tun. Achte darauf, dass auch die Ecken genau die Rundungen besitzen, wie es am Fenster der Fall ist. Wir haben uns extra einen Kreisbohrer gekauft, um die Radien in den Ecken perfekt anzupassen. Dieser war sehr teuer und es hätte wahrscheinlich auch ohne funktioniert. Wir wollten allerdings auf Nummer sicher gehen.

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4. Sägen

Die Stichsäge sollte mit einem Metallsägeblatt ausgestattet sein. Dieses ist feiner und kann somit genauere Kanten in Metall schneiden also ein Holzsägeblatt. Säge nun an den Kanten auf der gerade Linie so ordentlich wie möglich von Loch zu Loch. Achte darauf, dass du das Fenster gen Ende mit Gaffa Tap oder ähnlichem Festklebst, damit es beim Sägen nicht allzu sehr schlackert.

Nachdem du das Fenster ausgesägt hast, kannst du die erste Passprobe machen. Wahrscheinlich wird das Loch noch zu klein sein. Versuche nun vorsichtig mit der Stichsäge oder einer Schleifmaschine die hakenden Stellen auszubessern, bis das Fenster gerade so reinpasst.

Es ist immer gut auf abgesägte Kanten etwas Schutzlack aufzutragen, um Rost zu verhindern. Diesen wird man nach Einbau des Fensters nicht mehr sehen, da der Holzrahmen und der Außenrahmen des Fensters die Stellen verdecken.

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5. Holzrahmen

Der Holzrahmen des Fensters dient als Stützrahmen des Fensters, welches auf eine dickere Wandstärke angepasst ist. Das bloße Blech des Autos wäre einfach zu dünn, um das Fenster von außen und Rahmen mit Rollo und Fliegengitter von innen zu verschrauben. Der Rahmen sollte daher genau auf den Fensterausschnitt passen. Checke auf jeden Fall vorher die Einbautiefe des Fensters, damit du die Rahmentiefe darauf abstimmen kannst und die richtigen Holzlatten kaufst.

Mit Montagekleber (am besten Sikaflex) haben wir den Holzrahmen dann an die Innenseite des Autos geklebt und mit Zwingen über einige Stunden festkleben lassen. Der Rahmen sollte fest und bündig mit dem ausgeschnittenen Blech sein. Prüfe am Besten immer mal wieder, ob noch alle Maße stimmen.

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6. Montage des Fensters

Wenn der Kleber des Rahmens getrocknet ist und das Fenster eingeklemmt werden kann, kann es losgehen.

Eines der Wichtigsten Elemente ist das Dekaseal, was der Abdichtung des Fensters dient. Es ist Langezeit-flexibel und wird nicht porös oder härtet aus. Die Masse des Dekaseal wird mit einer Kartuschenpistole (bei der es sich wirklich lohnt, eine gute zu kaufen) auf den kleinen Gummirahmen des Fensters gepresst.

Danach kann das Fenster eingesetzt und verschraubt werden. Dazu hast du am Besten eine zweite Person an der Hand, die das Fenster von außen an das Blech heran drücken kann, während du von innen das Fenster verschraubst. Hier ist es wichtig, dass der Rahmen die richtige Tiefe hat. Ansonsten passen die mitgelieferten Schrauben nicht.

Jetzt kann das neue Fenster ausprobiert werden. Ein Traum!

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Warum du Fenster im Van brauchst

Manch einer überlegt vielleicht seinen Van ohne Fenster zu bauen, damit der potentielle Dieb glaubt es handle sich lediglich um einen Montagewagen. Unauffällig unterwegs ist man ohne Fenster allemal, aber es sprechen viele Gründe für einen Einbau.

  • Solltest du vorhaben im Van zu wohnen oder auf eine längere Reise zu gehen, ist es einfach schön Tageslicht zu genießen.
  • Am Laptop arbeiten macht mehr Spaß in der Nähe eines Fensters.
  • Zum kochen kann einfach das Fenster einen Spalt geöffnet werden.
  • Bei Regen kommt kein Wasser rein, da (vorausgesetzt du entscheidest dich für ein Ausstellfenster) das Fenster nach außen geklappt wird.
  • Ein Fenster auf der linken Seite hilft den Straßenverkehr besser zu überblicken. Fahrradfahrer können besser gesehen werden und der 'tote Winkel' wird reduziert.
  • Das Fliegengitter am Fenster ermöglicht es auch an Mückenüberströmten Plätzen das Fenster zu öffnen, um Luft herein zu lassen.

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