Annapurna Circuit wandern – Vorbereitung & Tipps

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Der Annapurna Circuit im Überblick

Der Annapurna-Circuit ist eine bis zu 220 Kilometer lange Wanderung um das Annapurna-Massiv in Nepal. Ausgangspunkt der Wanderung ist Besisahar (800 Meter über dem Meeresspiegel), der Endpunkt Nayapul (ca. 1.000 M.ü.M).
Da mittlerweile auf beiden Seiten des Passes Straßen gebaut wurden ist es möglich, auf dem Weg zum Pass bis nach Manang per Jeep zu fahren und auf der anderen Seite ab Muktinath auch per Bus zurückzureisen. 
Der höchste Punkt der Wanderung ist der Thorung La-Pass mit 5.416 Metern. Diese beste Zeit für die Wandeurng ist entweder der Herbst zwischen Anfang Oktober und Ende November oder das Frühjahr, bevor der Monsun einsetzt. 


Genehmigungen & Permits

Da die gesamte Wanderung in der Annapurna Conservation Area liegt, ist für die Wanderung eine Genehmigung für das Betreten notwendig. Darüber hinaus benötigt jeder Trekker eine so genannte TIMS-Card (TIMS=Trekker Information Management System), für welche Du Angaben über die geplante Route und Dauer der Wanderung machen und eine Krankenversicherung nachweisen musst. Diese beiden Dokumente erhältst Du im Nepal Tourism Board in Kathmandu (auf der Karte markiert). Die Kosten liegen bei 3.000 Nepalesischen Rupee (NPR), rund 25€ (November 2019) für das ACAP-Permit und weitere 2.000 NPR für die TIMS-Card.

Du benötigst folgende Dokumente für die Beantragung:

- Reisepass
- Kopie der Krankversicherungsbestätigung
- 2 Passbilder

Ich bin an einem Donnerstag vormittags um 11 in Kathmandu gelandet und bin direkt mit einem Taxi zum Tourism Board gefahren (20 min). Das ganze Prozedere hat ca. 30 Minuten gedauert und ich habe dort auch gleich noch eine Wanderkarte für 500 NPR gekauft. So konnte ich mich gleich am nächsten Tag um 6 Uhr mit dem Bus auf den Weg nach Besisahar machen und die Wanderung starten.


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TIMS-Card für die Annapurna-Wanderung

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ACA-Permit für den Annapurna-Circuit



Anreise zum Start der Wanderung

Die Anreise nach Besisahar (oder Bulbuhle, der letzte per Bus erreichbare Ort) erfolgt von Kathmandu aus entweder mit dem normalen, öffentlichen Bus (je nach Verhandlungsgeschick 400-700 NPR) oder mit einem Touristenbus. Letztere haben den Vorteil, dass man den Sitzplatz nicht mit Hühnern oder Kisten teilen muss, keine überlaute Musik im Bus erschallt und der Bus bis auf Essensstops durchfährt. Die öffentlichen Busse fahren morgens in kurzen Abständen vom Busbahnhof (Gongabu Bus Park) im Norden der Stadt. Touristenbusse fahren in der Nähe Thamels (des Touristenviertels, wo fast alle Hostels und Hotels liegen) ab und werden mit kleinen Preisaufschlägen direkt vom Hostel vermittelt. Die Fahrt dauert ca. 6-8 Stunden. Ich bin um 7:00 vom Busbahnhof abgefahren und war um ca. 15 Uhr in Bulbuhle.


Unterkünfte auf der Wanderung

Schon zu Beginn der Wanderung ist an vielen Stellen zu sehen, dass an vielen Stellen neue Lodges gebaut werden. Lodge klingt edel- ist aber in der Regel ein einfaches Gasthaus, in welchem Gruppen-, Doppel und selten Einzelzimmer zur Übernachtung und Mahlzeiten angeboten werden. Insbesondere außerhalb der absolten Hauptsaison ist die Übernachtung selbst oft kostenlos, solange Du mindestens Abendessen und Frühstück in der Unterkunft isst. Die Preise steigen in Richtung Pass langsam an, bewegen sich aber in der Regel in disem Bereich:

- Abend- und Mittagessen: zwischen 350 und 600 NPR
- Frühstück: 300-500 NPR
- Tasse Tee/Kaffee: 60-150 NPR
- Kanne Tee: ab 400 NPR
- Flasche Bier (0,66l): 450-650 NPR (nicht gerade günstig!)

Die letzten Unterkünfte in Richtung Pass (ab Manang) nehmen ggf. etwas Geld für die Unterkunft (besonders Manang ist etwas teurer) und evtl. auch 100 NPR für eine heiße Dusche.


Annapurna Circuit Route

Da von Besisahar mittlerweile auch eine Straße bis nach Manang führt, ist es möglich, die gesamte Strecke auf der Straße zu laufen. Dies ist aber nur denen zu empfehlen, die zwar die gesamte Strecke zu Fuß zurücklegen möchten aber wenig Zeit haben. Die deutlich schönere und abwechslungsreichere Strecke geht oft von der Straße ab und ist ein reiner Fußweg, welcher aber oft kleine Siedlungen passiert. Die aktuell empfohlene Strecke abseits der Straße ist z.B. aus der Papier-Wanderkarte aus dem Tourism Board ersichtlich, deren Kauf ich nur empfehlen kann. 
Im Folgenden stelle ich die Route vor, die ich im November 2019 selbst gewandert bin. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, in anderen Orten zu übernachten, Teile zu überspringen (z.B. den Icelake) oder andere Wanderungen zusätzlich zu machen.


Tag 1: Bulbuhle - Ngadi

Strecke: 3km
Höhenmeter: <100

Da wir an dem Tag aus Kathmandu angereist sind ging es nur bis in´s erste Dorf, wo wir übernachtet haben. 


Tag 2: Ngadi - Chyamche

Strecke: 19km
Höhenmeter: ca. 800

Die Strecke ist extrem reizvoll. Sie führt noch auf niedriger Höhe durch Terassen-Reisfelder und durch kleine Siedlungen, immer entlang des Tals und mit Blick auf den Fluss. Ab und zu muss dieser auch mit einer der zahlreichen Hängebrücken überquert werden.


Tag 3: Chyamche - Timang

Strecke: 20km
Höhenmeter: ca. 1.200

Ein anspruchsvoller Tag, besonders zum Ende hin. Sehr schöne Strecke, die zunehmende Höhe wird im Stundentakt deutlicher. Abends (im November) schon wesentlich kühler als am Vortag. Tipp: vom Hotel Tibeth Lhasa (oder einer der Nachbarlodges) gibt es einen traumhaften Blick auf den Manaslu, der erste 8.000er, der auf der Tour sichtbar wird!


Tag 4: Timang - Upper Pisang

Strecke: 22km
Höhenmeter: ca. 1.200

Die Landschaft verändert sich weiterhin stark: es wird windiger und ohne direkte Sonne auch deutlich kühler. Auf dem Weg liegt eine Apfelfarm, bei welcher es sehr gutes Gebäck und frischen Apfelsaft gibt. Tipp: wer nicht zu spät abends ankommt kann im Hotel "Nobulinka" die nachmittägliche Sonne vor dem Zimmer auf dem Balkon mit tollem Bergpanorama genießen!
Nachts wurde es bereits sehr kühl, ca. -5°.


Tag 5: Upper Pisang - Manang

Strecke: 19km
Höhenmeter: ca. 600

Nach einem relativ steilen Anstieg zu Beginn war die Strecke ab Ghyaru relativ entspannt. Unterwegs geht es durch ein verlassenes Dorf und auf der anderen Seite des Flusses ist der Flughafen von Humde zu sehen, der zu Manang gehört. 
Tipp: Wer die Wanderung zum Icelake machen möchte kann auch in Braka (2km vor Manang) bleiben und von dort aufbrechen. Der Weg zum Icelake geht direkt von Braka aus in die Höhe.
In Manang sind wir im Tilicho Hotel abgestiegen- der teuersten Unterkunft der Reise. Ein Zimmer für zwei (oder auch als Einzelzimmer) hat bei uns 500 NPR gekostet, auch mit Essen im Hotel. Das Essensangebot war extrem umfangreich, es gibt eine eigene Bäckerei im Haus. Man merkt, dass dort wohl einige Zahlungskräftige Touristen absteigen.


Tag 6: Manang - Icelake - Manag (Tagestrip)

Strecke: 16km
Höhenmeter: ca. 1.200

Kurzfristig habe ich mich in Manag entschieden, einen Tagestrip zum Icelake zu machen. Dieser ist von Manang rund 8km entfernt, allerdings sind auf dem Weg 1.200 Höhenmeter zu bewältigen. Wir sind zu zweit vor Sonnenaufgang (5:30) gestartet und waren am Morgen die ersten am See. Nach einem Bad im fast komplett zugefrorenen, unteren See, einer Foto-Runde am oberen See und einer Frühstückspause gings dann wieder runter nach Manang. Wer zügig unterwegs ist kann es in 3 Stunden auf dem Weg nach oben und ca. 1,5 Stunden auf dem Rückweg schaffen. Die meisten werden je weg aber eher eine Stunde länger brauchen, also 4 (hoch) und 2,5 (runter). Auf dem Weg liegt eine kleine Teehütte, die bei uns (21.11.) gerade noch geöffnet hatte.
Diese Wanderung oder die folgende zum Tilicho Lake eignen sich gut, um sich an die Höhe zu gewöhnen (=Akklimatisation). Der Icelake liegt auf ca. 4.630m, der Tilicho Lake auf knapp 5.000m. Es gilt: hike high, sleep low!


Tag 7: Manang -  Tilicho Base Camp

Strecke: 15km
Höhenmeter: ca. 750

Aufgrund einer Fehlinformation im Reiseführer hatte ich nicht geplant, den Tilicho Lake zu besuchen. Allerdings gibt es schon seit mehreren Jahren einen guten Weg von Manang über Khangshar und Shreekharka bis zum Tilicho Base Camp. Zwar sind hier 750 Höhenmeter zu bewältigen, aber das Panorame ist unglaublich beeindruckend. Auf der anderen Seite des Flusses erhebt sich eine Wand aus (teilweise noch unbestiegenden), schneebedeckten Berggipfeln.
Im Tilicho Basecamp gibt es mehrere Unterkünfte, die auch durchgfängig geöffnet sein sollten, da auch viele Nepalesen den durch einen Film im Land berühmt gewordenen Tilicho Lake besuchen. Auf dem Weg haben wir mehrfach an Höhenkrankheit leidende Wanderer getroffen, die von Maultieren wieder zurück nach Manang gebracht wurden. 


Tag 8: Tilicho Base Camp - Tilicho Lake - Shreekharka

Strecke: 16km
Höhenmeter: ca. 900

Der Tilicho Lake gilt einigen als das Highlight auf dem Annapurna Circuit. Ja, er ist wirklich schön- aber verglichen mit dem Icelake bevorzuge ich letzteren. Warum? Wir waren früher am Tag dort, kein anderer Mensch war dort, es war windstill und ein fantastisches Licht. Aber auch der Tilicho Lake ist wahrlich spektakulär. Der See ist viel (!) größer, etwas höher gelegen und Gletscher ragen bis in den See hinein. An den angrenzenden Hängen kann man Lavinen abgehen sehen und hören. 
Der Anstieg zum See ist nicht ohne, aber stetig. Durch die vielen Wanderer ist der Weg auch nicht zu verfehlen. Oben gibt es eine Teehütte, die aber bei unserem Besuch schon geschlossen hatte.
Wichtig: sprich mit deinen Gastgebern im Base Camp, dass Du Deine Sachen dort morgens noch lagerst und erst auf dem Rückweg abholst. So kannst Du den Aufstieg zum See ohne volles Gepäck machen- und glaub mir, es lohnt sich!!
Auf dem Rückweg nach Shreekharka haben wir die erste Unterkunft vom Base Camp aus gewählt (zu erkennen an der spektakulären Dusche am Abgrund). Von dort gibt es ein fantastisches Bergpanorama zu sehen!


Tag 9: Shreekharka - Yak Kharka

Strecke: 11km
Höhenmeter: ca. 350

Da nicht alle in der Gruppe, mit der ich unterwegs war, richtig fit waren, haben wir den Weg nach Thorung Phedi auf zwei Tage verteilt und sind am ersten Tag (ein halber Ruhetag) nach Yak Kharka gewandert. Eine wirklich schöne Wanderung mit Blick ins Tal in Richtung Manang. Untergekommen sind wir im Thorong Peak Hotel, das Essen dort war sehr gut!


Tag 10: Yak Kharka - Thorung Phedi

Strecke: 7km
Höhenmeter: ca. 500

Der Weg nach Phedi ist sehr einfach und auch nicht lang- nur die 500 Höhenmeter halten einen davon ab, nach einer Stunde schon anzukommen. In Phedi gibt es mehrere Unterkünfte, wir waren mit der Thorong Base Camp Lodge (direkt vorne rechts) sehr zufrieden. Ein großer, gut beheizter Aufenthaltsraum, leckeres Gebäck und gutes Essen.
Da wir so früh angekommen sind haben wir noch einen Ausflug zum High Camp gemacht (ca. 50-65 Minuten, 350 Höhenmeter). Dort gibt es einen guten Aussichtspunkt mit Blick zurück ins Tal und man ist den Weg, den man auch am folgenden Morgen Richtung Pass nimmt, schon einmal gelaufen.


Tag 11: Thorung Phedi - Thorung La Pass - Muktinath

Strecke: 14km
Höhenmeter: ca. 900 hoch und 1.700 runter

Die Krönung der Wanderung: der Thorung La-Pass! Wir sind gegen 5:30 aufgebrochen, viele starten jedoch auch schon früher. Da wir etwas zügiger als der Durchschnitt unterwegs waren haben wir uns für den späteren Start entschieden, um nicht zu lang in der fiesen Kälte und Dunkelheit zu wandern.
Zu Beginn geht es bis zum High Camp recht steil bergauf. Danach wird der Anstieg moderater mit kleinen ebenen Passagen. Etwa 30-40 Minuten nach dem High Camp ist eine größere Teehütte am Weg, direkt auf dem Pass ist ebenfalls eine- natürlich die teuerste auf dem ganzen Annapurna Circuit. Aber bei eingefrorenen Händen lohnen sich auch die 500 NPR für eine große Tasse Hot Lemon Tea.
Am Pass ist das Schild, welches als Haupt-Foto-Spot genutzt wird, nicht zu verpassen. 
Der Abstieg geht natürlich auf die Knie mit 1.700 Höhenmetern. Am Ende des Abstiegs, ca. 30-40 Minuten vor Muktinath, sind einige Restaurants zu finden.
In Muktinath hatte ich dann einen kleinen Kulturschock. Während man sich auf der anderen Seite über Tage mit jedem Kilometer richtung Pass weiter von der gewohnten Zivilisation mit Motorrädern, grpßen Geschäften etc. entfernt hat, ist hier alles schlagartig wieder verfügbar. Mengen an Hindu-Touristen reiten hier im Minutentakt zum Tempel, einem der wichtigsten heiligtümer der Hindus in Nepal. Füs uns war´s Zeit für ein ordentliches Essen und ein "we did it"-Bier.


Tag 12: Muktinath - Kagbeni

Strecke: 10km
Höhenmeter: ca. 900 runter

Während viele bereits von Muktinath aus den Bus nehmen, um Richtung Pokhara oder mindestens Tatopani abzureisen, sind wir noch nach Kagbeni gewandert. Die 10km ohne Anstieg waren eine ziemliche Entspannung im Vergleich zu den vorigen Tagen. Kagbeni ist der Eingang zum Mustang Valley, der Grenzregion, welche praktisch nach Tibet hineinreicht. Wer mag kann auch sein Gepäck in Kagbeni lassen und noch ca. 30 Minuten weiter nach Tiri wandern. Weiter kommt man leider ohne das sehr teure Extra-Permit nicht. 
In Kagbeni kann ich empfehlen, zu Mittag im Yak Donalds einzukehren. Das Happy Meal dort (Yak Burger, Pommes und Saft) war wiriklich gut!
Der Ort selbst ist sehr verwinkelt und bietet ein Kloster sowie den Blick ins Mustang Valley als Sehenswürdigkeiten.


Tag 13: Kagbeni - Jomsom - Marpha - (Tatopani per Jeep)

Strecke: 16km
Höhenmeter: ca. 150 runter

Da ich mich noch mit etwas Bargeld ausstattet wollte bin ich noch über Jomsom (wo es die einzigen Banken mit Geldautomat auf dem Annapurna Circuit gibt) bis nach Marpha entlang dem Fluss gewandert. In diesem Tal nimmt spätestens am Mittag der (Gegen-) Wind stark zu und bläst einem Luft und Staub unerbittlich ins Gesicht. Wenn Du bis zurück nach Tatopani zu Fuß wandern möchtest solltest du also stets so früh wie möglich am Tag wandern.
Nach dem Mittagessen in Marpha habe ich glücklicherweise eins der letzten fahrzeuge an dem Tag anhalten und mitfahren können: ein Jeep mit einer nepalesischen Familie und Fahrer. Darauf kann man natürlich nicht zählen, spätestens am nächsten Morgen hätte ich aber einen Bus nehmen können.
Ich habe mich entschieden, den Weg bis nach Tatopani nicht zu Fuß zu laufen, da es relativ viel entlang der Straße verläuft und ich den Weg einfach nicht mehr so schön fand.
In Tatopani bin ich im Old Kamala abgestiegen, welches zwar sehr teuer war (1.000 NPR für ein Doppelzimmer mit Einzelnutzung), dafür war das essen sehr, sehr gut und preislich total in Ordnung.


Tag 14: Tatopani - Ghorepani

Strecke: 15km
Höhenmeter: ca. 1.600 hoch

Von Tatopani ist es ein letzter, fordernder Anstieg bis nach Ghorepani, dem Ausgangspunkt zum Poon Hill. In Ghara besteht die Möglichkeit, die Strecke zu teilen, allerdings ist die Auswahl an Unterkünften dort sehr begrenzt. 
Der Ausblick im Laufe der Wanderung ist wieder sehr schön- natürlich ganz anders als in den Höhen der letzten Tage. Sehr grün, ähnlich wie am ersten Tag der Wanderung, nur etwas feuchter und fruchtbarer. Die letzten Höhenmeter nach Ghorepani fordern einen noch einmal in einem steilen Anstieg- aber wer früh aus Ghorepani startet (nciht später als 8 Uhr) sollte am frühen Nachmittag schon oben sein. Ich habe dort im New Hotel Glacier & Restaurant übernachtet und war vor allem mit der Dusche sehr glücklich. Nur nachts war es etwas kalt, da ich nicht nach einer Decke gefragt hatte.
Wer es konditionell schafft kann auch am Nachmittag oder noch besser zum Sonnenuntergang schon zum Poon Hill aufsteigen (direkt neben dem Hotel geht eine eigene Treppe hoch, so dass man nicht durchs Dorfzentrum muss). Ich habe schlicht nicht dran gedacht und bin (wie wohl die meisten) am morgen mit den Massen vor Sonnenaufgang aufgestiegen. Dann kostet´s eben 100 NPR Eintritt, der Blick auf Dhaulagiri, Nilgiri und Annapurna 1 sowie Annapurna South lohnt sich aber auf jeden Fall!


Tag 15: Ghorepani - Poon Hill - Nayapul - (Pokhara: Bus oder Jeep)

Strecke: 21km
Höhenmeter: ca. 300 hoch und 2.200 runter

Morgens gegen 5:30 sollte man zum Poon Hill starten. Die gut 300 Höhenmeter sind fix zurückgelegt und man kann den Sonnenaufgang erwarten. Oben gibts einen Aussichtsturm und eine Teehütte.
Frühstück gibt es dann im Hotel nach der Rückkehr gegen 7:30. Der Abstieg Richtung Nayapul ist einfach... lang! Teils geht es recht steil über Treppen hinab, der letzte Teil ist dann deutlich flacher. In Nayapul gibt es Busse und Autos, die bis nach Pokhara fahren. In Pokhara gibt es eine ganze Menge guter Unterkünfte- ich habe mich etwas verwöhnt und mir das Hotel Romanrica gegönnt, für 14 USD pro Nacht. Blick auf die Berge, ein eigenes ordentliches Bad (sogar mit Badewanne..) , der Wäscheservice und das freundliche Personal haben mich überzeugt!

Tipps für Pokhara: Unbedingt Metro Crepes besuchen- sehr gute (und große!!) süße und salzige Crepes, Oreo Thick Shakes, Lassis und Kaffee. Auch das Sarang (im gleichen Gebäude) hat hervorragendes koreanisches Essen (das Chicken Red Sauce... Mhh...).


Annapurna Circuit - Mein Fazit

Die Wanderung auf dem Annapurna Circuit war, was Wandern angeht, eine der schönsten Erfahrungen meines Lebens. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, die Nepalesen unglaublich Gastfreundlich und interessiert, die Bergpanoramen einfach umwerfend. Hätte ich vorher gewusst, welche Höhenmeter zu bezwingen sind, hätte ich wohl ordentlich Respekt gehabt- im Endeffekt war es aber halb so wild und die 20km-Etappen perfekt, um sich nicht zu überfordern.


Annapurna Circuit - Meine Packliste

Folgende Artikel hatte ich dabei:

Sehr wichtig:
- Wanderrucksack
- guter Schlafsack (Daune)
- Wanderschuhe (eingelaufen!)
- Regenjacke (auch wenn in meinem Fall nicht genutzt)
- Funktions-Tshirts (2x)
- Trekkinghose mit Zip-Beinen (2x)
- Trekkingsocken (5x)
- Unterwäsche
- Lange Unterhose (1x)
- Langes Merino-Hemd (1x)
- Fleece-Pullover (1x)
- warme Handschuhe
- warme Mütze
- Reiseapotheke (Ibuprofen, Pflaster,...)
- Kulturtasche
- Sonnencreme
- Sonnenbrille
- Klopapier
- Wanderkarte (in Katmandu erhältlich)
- Wenn Smartphone: vorher Maps.Me installieren und Nepal-Karte laden
- Stirnlampe
- Wasserentkeimungstabletten oder Wasserfilter
- Wasserflaschen (idealerweise mindestens 2 Liter insgesamt)
- Kopien wichtiger Dokumente (Pass!)
- Passbilder für Permits etc.

Optional:
-Taschenmesser
- Vorhängeschloss
- Powerbank
- Kamera
- ggf. zweites Paar Schuhe oder Flipflops für die Herberge
- Buch oder E-Reader

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